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Österreichischer Bob- und Skeletonverband

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Zurück auf Kurs: Mandlbauer ist bereit für den Eiskanal

Zurück auf Kurs: Mandlbauer ist bereit für den Eiskanal

Innsbruck, 

15. September 2026

Nach seinem Sturz bei den Olympischen Winterspielen Mailand Cortina 2026 und einer Verletzung meldet sich Jakob Mandlbauer körperlich wieder voll zurück. Der österreichische Bobpilot hat die vergangenen Monate für einen konsequenten Neuaufbau genutzt, präsentiert sich in der Vorbereitung stärker als vor einem Jahr – und verspürt längst wieder das Kribbeln für den Eiskanal. Mit Benjamin Maier als Trainer und zusätzlicher Unterstützung im Athletikbereich richtet sich der Blick dabei nicht nur auf die kommende Saison und die Weltmeisterschaft 2027 in Lillehammer (NOR), sondern bereits auf die Olympischen Winterspiele 2030 in den französischen Alpen.

Die Erinnerung an den vergangenen Winter ist noch präsent. Bei den Olympischen Winterspielen in Mailand Cortina war Mandlbauer im Viererbob zu Sturz gekommen und hatte sich dabei verletzt. Mittlerweile gibt der Körper wieder grünes Licht. Schmerzen hat der 27-Jährige keine mehr, auch im Krafttraining sind praktisch keine Unterschiede zwischen linker und rechter Seite festzustellen. Lediglich bei einzelnen Übungen nimmt Mandlbauer noch minimale Differenzen wahr.

Statt nach dem Saisonende zunächst eine längere Pause einzulegen, begann er früh mit der Rehabilitation und ging bereits im April wieder in die ersten Trainingsblöcke. Erst im Juli gönnte er sich eine kurze Auszeit. Der konsequente Aufbau zahlt sich aus: Die aktuellen Leistungswerte liegen teilweise sogar über jenen des Vorjahres, auch erste Tests verliefen vielversprechend.

„Ich bin sehr froh, wie sich alles entwickelt hat. Ich habe keine Schmerzen und im Training eigentlich keine Einschränkungen mehr. Die Werte schauen sogar besser aus als im vergangenen Jahr. Wenn man körperlich wieder richtig fit ist, kommt automatisch die Lust zurück – und mittlerweile kribbelt es schon wieder. Ich freue mich darauf, endlich wieder in den Eiskanal zu kommen“, sagt Mandlbauer.

Konstanter Aufbau statt Rückschläge

Ein wichtiger Faktor war die Konstanz. Während Mandlbauer in früheren Vorbereitungen immer wieder kleinere Verletzungen oder Erkrankungen ausbremsten, konnte er diesmal über den Sommer praktisch ohne Unterbrechung trainieren. Nach der Verletzung wurde zunächst intensiv daran gearbeitet, einzelne Muskelgruppen gezielt anzusteuern, Beweglichkeit zurückzugewinnen und mögliche Schwachstellen zu beseitigen. Anschließend verlagerte sich der Fokus zunehmend von hohen Umfängen auf Qualität.

Auch Ernährung und Regeneration rückten stärker in den Mittelpunkt. Gemeinsam mit einer Ernährungsexpertin nahm Mandlbauer sein bisheriges Konzept unter die Lupe und optimierte Details. Gleichzeitig entwickelte sich der Österreicher im Sprintbereich weiter – ein entscheidender Faktor für die ersten Meter am Start.

Neue Impulse gibt es auch im sportlichen Umfeld. Mit Ex-Weltklassepilot Benjamin Maier steht Mandlbauer nun ein Trainer zur Seite, der die Anforderungen aus eigener Erfahrung kennt. Bereits bei den Anschubkursen wurde nicht nur am Start gearbeitet, sondern auch frühzeitig über fahrtechnische Details und das Lenken gesprochen. Hinzu kommt Unterstützung im Athletikbereich und bei der Trainingsanalyse.

„Benni kennt die Bahnen, war bis vor Kurzem selbst Topathlet und brennt für den Bobsport. Gleichzeitig verstehen wir uns sehr gut. Das ist für mich eine richtig gute Kombination. Wir haben ein starkes Programm ausgearbeitet und wissen schon sehr genau, wann wir bis Weihnachten wo unterwegs sein werden. Das gibt Struktur und macht die Vorbereitung deutlich einfacher“, erklärt Mandlbauer.

Lillehammer als nächster Gradmesser – Olympia 2030 im Blick

Kurzfristig liegt der Fokus nun darauf, die gute Sommerform auf das Eis zu übertragen. Weitere gemeinsame Trainings- und Anschubeinheiten sollen dafür sorgen, dass die Abläufe innerhalb des Teams frühzeitig sitzen. Auch im Umfeld seiner Anschieber sieht Mandlbauer eine positive Entwicklung und freut sich über die Fortschritte innerhalb der Mannschaft.

Der nächste große internationale Höhepunkt wartet mit der Weltmeisterschaft 2027 in Lillehammer. Gleichzeitig wird im österreichischen Lager bereits deutlich längerfristig gedacht. Die Olympischen Winterspiele 2030 in den französischen Alpen sind für Mandlbauer ein klares Ziel. Vieles, was aktuell im Trainings- und Betreuungsbereich aufgebaut wird, ist bereits auf diesen nächsten Olympiazyklus ausgerichtet.

Nach den schwierigen Momenten des vergangenen Winters beginnt für Jakob Mandlbauer damit ein neues Kapitel. Der Nacken hält, die Leistungswerte stimmen – und die Vorfreude auf Geschwindigkeit, Eis und die nächsten Herausforderungen ist zurück.