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Österreichischer Bob- und Skeletonverband

Eduard-Bodem-Gasse 6 / 3. OG
A-6020 Innsbruck

Janine Flock ist Österreichs Sportlerin des Jahres 2026!

Janine Flock ist Österreichs Sportlerin des Jahres 2026!

Innsbruck, 

15. Oktober 2026

So viel Emotion zeigte Janine Flock zuletzt bei ihrem Olympiasieg! Die Skeleton-Goldmedaillengewinnerin von Cortina nahm Donnerstagnacht bei der live in ORF 1 übertragenen Lotterien Sporthilfe-Gala in der Wiener Stadthalle erstmals den Niki für die Sportlerin des Jahres 2026 in Empfang. Auch Skeleton-Nationalteamtrainer Michael Grünberger landete bei der Wahl der österreichischen Sportjournalist:innen als Ex-aequo-Dritter unter den besten Coaches des Jahres 2026.

Standing Ovations in der Wiener Stadthalle – ein weiterer glanzvoller Höhepunkt im Sportlerinnenleben von Janine Flock! Acht Monate und einen Tag nach ihrem so souveränen wie langersehnten Olympia-Triumph im Eiskanal von Cortina d‘Ampezzo wird die 37-jährige Tirolerin bei der Lotterien Sporthilfe-Gala in der Wiener Stadthalle zu Österreichs Sportlerin des Jahres 2026 gekürt. Die Mitglieder von Sports Media Austria, der Vereinigung österreichischer Sportjournalist:innen, würdigen damit die außergewöhnlichen Leistungen der Skeleton-Pilotin, die als erste Athletin ihrer Sportart diese Auszeichnung erhält.

Rund 1.500 Gäste aus Sport, Wirtschaft, Politik und Gesellschaft bildeten den festlichen Rahmen für Österreichs größte Sport-Benefizveranstaltung. Roter Teppich, zahlreiche Sportlegenden – von Annemarie Moser-Pröll, Barbara Schett, Mirna Jukic-Berger, Marlies und Benjamin Raich bis Franz Klammer oder Herbert Prohaska, der einen Niki fürs Lebenswerk erhielt – und die Live-Übertragung in ORF 1 machen die Lotterien Sporthilfe-Gala zu einem der gesellschaftlichen Höhepunkte des heimischen Sportjahres.

Nach mehreren Top-3-Platzierungen endlich der NIKI

Für Flock ist die Auszeichnung auch eine besondere Anerkennung ihrer langen Karriere. Die dreifache Gesamtweltcupsiegerin, vierfache Europameisterin und Gewinnerin von drei WM-Medaillen war bereits mehrfach unter Österreichs drei beste Sportlerinnen eines Jahres gewählt worden.

Endlich hielt Janine Flock den vier Kilogramm schweren und 70 Zentimeter großen NIKI fest und sagte: „Ich bin wirklich sprachlos. Wenn ich hier in den Saal blicke, ist das einfach unglaublich beeindruckend. Diese Auszeichnung ist nicht nur eine besondere Wertschätzung für meinen persönlichen Weg, sondern auch für meine Sportart. Skeleton ist eine Nischensportart, hinter der unglaublich viele Menschen stehen. Dass unsere Geschichten gesehen und unsere Leistungen anerkannt werden, bedeutet mir enorm viel.“

Und später fügte sie hinzu: „Ich durfte in meiner Karriere schon mehrmals bei der Sports Media Austria-Wahl unter den Top 3 stehen. Dass ich jetzt tatsächlich den Niki in den Händen halten darf, ist etwas ganz Besonderes. Viele dieser Journalistinnen und Journalisten, die mich gewählt haben, haben meinen Weg über Jahre begleitet, mit allen Höhen und Tiefen. Diese Anerkennung bedeutet mir deshalb unglaublich viel. Mit dem Olympiasieg habe ich mein höchstes Ziel erreicht. Dass ich jetzt auch noch zur Sportlerin des Jahres gewählt worden bin, ist unglaublich!“

Ein langer Weg, der sich ausgezahlt hat

Der Weg zu dieser Auszeichnung war alles andere als geradlinig. Bei den Olympischen Winterspielen 2018 in Pyeongchang ging Flock als Führende in den entscheidenden vierten Lauf. Am Ende fehlten zwei Hundertstelsekunden auf eine Medaille. Die Enttäuschung beschäftigte sie beinahe ein Jahr lang.

Doch Flock hielt an ihrem Traum fest. Acht Jahre später, bei ihren vierten Olympischen Winterspielen, gelang ihr in Cortina der große Triumph. Mit vier konstant starken Läufen feierte die Heeressportlerin einen Start-Ziel-Sieg und holte die erste olympische Goldmedaille für Österreich im Skeletonsport.

Erst am vergangenen Samstag, dem 10. Oktober, war die in Hall geborene und in Rum lebende Olympiasiegerin bei einer Festveranstaltung des Club Tirol und des Landes Tirol in Wien zur „Tirolerin des Jahres 2026“ gekürt worden. Auch dort hatte Flock in ihrer Dankesrede ihren außergewöhnlichen Weg in den Mittelpunkt gestellt: „Wenn ich heute zurückblicke, dann sehe ich viele einzelne Schritte, die mich genau hierhergeführt haben. Diese Auszeichnung würdigt für mich deshalb nicht nur meine sportlichen Erfolge, sondern vor allem meinen Weg dorthin. Vielen Dank für diese besondere Wertschätzung!“

ÖBSV stolz auf Flock und Grünberger

Auch für den Österreichischen Bob- und Skeletonverband (ÖBSV) ist die Wahl ein besonderer Erfolg. Neben Flocks Auszeichnung schaffte es Skeleton-Nationalteamtrainer Michael Grünberger in den engsten Kreis bei der Wahl zum Trainer des Jahres. 

ÖBSV-Präsident Gerhard Rainer resümierte den erfolgreichen Abend in Wien wie folgt: „Wir sind als Österreichischer Bob- und Skeletonverband unglaublich stolz auf Janine. Mit ihrem Olympiasieg hat sie österreichische Sportgeschichte geschrieben. Dass sie jetzt auch von den heimischen Sportjournalistinnen und Sportjournalisten zur Sportlerin des Jahres gewählt wird, ist eine großartige Anerkennung ihrer Leistungen und ihres außergewöhnlichen Durchhaltevermögens. Besonders freut uns, dass mit Michael Grünberger auch unser Skeleton-Nationalteamtrainer zu den besten Trainern des Jahres zählt. Das ist eine wichtige Wertschätzung für die hervorragende Arbeit unseres gesamten Teams und ein starkes Zeichen für unseren Sport.“

Janine Flock hatte jedenfalls wenig Zeit, die Feierlichkeiten bei der Gala in Wien ausgiebig zu genießen. Schon Freitagvormittag hebt ihr Flugzeug Richtung Norwegen ab. Mit ihrem Skeleton-Teamkollegen Samuel Maier trifft sie dort für Testfahrten im Olympia-Eiskanal von Lillehammer auf die österreichischen Bob-Teams rund um Katrin Beierl und Markus Treichl. Die Vorbereitungen auf den kommenden Winter gehen dort auf Eis in die heiße Phase. Ein großer Titel fehlt der 15-fachen Weltcupsiegerin Flock noch: WM-Gold. Bei den Weltmeisterschaften 2027 in Lillehammer, wo sie den Streckenrekord hält und seit zwei Jahren ungeschlagen ist, soll auch dieses Ziel realisiert werden.