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Österreichischer Bob- und Skeletonverband

Eduard-Bodem-Gasse 8/3
A-6020 Innsbruck

Bobteams holen sich den Feinschliff

Bobteams holen sich den Feinschliff

Innsbruck, 

02. November 2026

Wertvolle Fahrten auf der WM-Bahn in Lillehammer sind absolviert, jetzt führt der Weg auf das heimische Eis: Österreichs Bobteams bereiten sich in Innsbruck-Igls auf den Heimweltcup vor. Zwei intensive Trainingswochen sollen dafür sorgen, dass am Start, im Eiskanal und beim Material alles ineinandergreift – mit dem Weltcup-Doppel vor heimischem Publikum als nächstem Prüfstein und der Weltmeisterschaft als großem Saisonziel.

„Die Hausaufgaben sind im Sommer gemacht worden. Jetzt geht es darum, Material, Fahren, Start und Mannschaft aufeinander abzustimmen und möglichst schnell in den Wettkampfrhythmus zu kommen“, sagt Bob-Nationaltrainer Benjamin Maier. Mit dem bisherigen Verlauf ist er zufrieden: „Die Zusammenarbeit im Trainerteam spielt sich immer besser ein. Wir kennen einander, wissen um unsere Stärken und haben mit den Athletinnen und Athleten eine vertraute Basis.“

Von der WM-Bahn auf das heimische Eis

Für Katrin Beierl und Markus Treichl stand zuletzt Lillehammer im Mittelpunkt. Beierl absolvierte auf der norwegischen WM-Bahn 24 Trainingsfahrten im Monobob, Treichl kam im Zweierbob auf 22 Läufe. Jeder davon lieferte wichtige Anhaltspunkte für den Saisonhöhepunkt. „Kati ist in Lillehammer immer schon gerne gefahren. Für Markus war es besonders wichtig, Sicherheit auf der Bahn aufzubauen“, erklärt Maier. „Je mehr Fahrten man hat, desto wohler fühlt man sich. Bei der WM wollen wir uns auf die Feinheiten und die Abstimmung konzentrieren können.“

Während die beiden Weltcupteams in Norwegen trainierten, sammelten die weiteren österreichischen Mannschaften bereits erste Fahrten auf der adaptierten Bahn in Innsbruck-Igls. Dort wird die Vorbereitung nun gemeinsam fortgesetzt. Für den Weltcup sind neben Beierl und Treichl auch Lea Haslwanter und Jakob Mandlbauer vorgesehen. Die österreichischen Meisterschaften in der kommenden Woche bieten zuvor die Gelegenheit, unter Rennbedingungen Fahrt aufzunehmen.

Neue Besetzungen sollen Aufschluss geben

Besonderes Augenmerk gilt in den kommenden Wochen dem Zusammenspiel am Start. Im Viererbob sollen unterschiedliche Besetzungen getestet werden; auch während der Weltcupsaison ist geplant, Anschieber zwischen den Teams von Treichl und Mandlbauer zu wechseln.

Dahinter steht eine klare Überlegung: Leistungswerte einzelner Athleten liefern wichtige Informationen, die schnellste Mannschaft ergibt sich daraus aber nicht automatisch. „Wir wissen aus den Tests, was jeder Einzelne leisten kann. Jetzt wollen wir sehen, wie die Athleten miteinander funktionieren“, sagt Maier. „Die besten Bedingungen dafür finden wir im Rennen. Unser Fokus liegt darauf, für die WM die stärkste Besetzung zu finden.“

Parallel läuft die Arbeit am Material weiter. Die vergangene Saison hat eine solide Grundlage geschaffen, nun sollen weitere Tests zeigen, welche Abstimmungen den Teams am meisten entgegenkommen. Auch einzelne technische Anpassungen werden geprüft. „Wir haben gutes Material und müssen das Rad nicht neu erfinden. Es geht darum, das ideale Setup zu finden und dort weiterzuarbeiten, wo wir noch Potenzial sehen“, betont Maier.

Beierl körperlich im Soll, Pichler mit Fortschritten

Erfreuliche Signale kommen auch von Katrin Beierl. Nach ihrer Fußverletzung liegt die Pilotin bei den Leistungsüberprüfungen im Soll und konnte in Lillehammer wieder wichtige Trainingsumfänge absolvieren. „Kati ist sehr gut drauf. Die Verletzung ist gut ausgeheilt, und athletisch ist sie auf dem Niveau, das wir aus den vergangenen Jahren kennen“, berichtet Maier. Positiv entwickelt hat sich zudem Anschieberin Nicola Pichler: Sie stellte in der Vorbereitung persönliche Bestleistungen auf und machte aus Sicht des Trainers einen deutlichen Schritt nach vorne.

Damit ist die Grundlage für die nächsten Wochen gelegt. In Innsbruck-Igls geht es nun darum, aus guter Vorbereitung schnelle Läufe zu machen – zunächst bei den nationalen Meisterschaften, dann vor heimischem Weltcuppublikum.